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Wie werde ich Millionär? Reich werden mit System !
Unsere Gäste im Studio waren:
Bodo Schäfer
Schäfer Finanz Coaching
Gierather Straße 247
51469 Bergisch Gladbach
Tel.: 02202/ 1237
Fax: 02202/ 123888
Joachim Raif
Individuelle Vermögensverwaltung
Kaiser-Friedrich-Promenade 98
61348 Bad Homburg v.d.H.
Tel.: 06172/ 483850
Fax: 06172/ 483858
e-mail: J.Raif@t-online.de
Wer hat nicht schon davon geträumt? Von einem Leben ganz ohne Geldsorgen, von einem Haus in der Karibik, von einem Segelboot an der Cote d´Azur und einem Rolls-Royce in der Garage. Immer mehr Deutsche schaffen es, Reichtum anzuhäufen und im Alter in Luxus zu leben. Die Zahl der Millionäre in Deutschland hat sich seit 1980 fast vervierfacht.
Zahl der Millionäre in Deutschland:
1980: 60.000
1990: 120.000
1999: 226.000
Doch wie erreicht man die erste Million? Wie schafft man es, von den Zinsen des ersparten Kapitals zu leben?
Geldtrainer und Buchautor Bodo Schäfer ist sich sicher: Jeder kann in nur 7 Jahren zum Millionär werden. Zu schaffen ist das, so der Finanzguru, mit der richtigen Einstellung zum Geld.
Bodo Schäfers Tips "Unsere Art zu denken hat uns zu dem gebracht, was wir heute sind. Die gleiche Art zu denken wird uns aber nicht zu dem machen, der wir gerne sein würden." (Bodo Schäfer)
Schäfer glaubt, dass jeder Mensch zuerst eine positive Einstellung zum Geld für sich finden und klare Lebensziele formulieren muss. Nur in den Tag hinein zu leben und Geld ohne Ziel und Verstand auszugeben, damit sei großer Reichtum nicht zu erzielen.
Die meisten Deutschen würden aber so verfahren und seien deshalb unzufrieden mit ihrer finanziellen Situation, so Schäfer. Sie beneideten die reichen Menschen. Um die eigene Situation zu verbessern, gebe es allerdings nur zwei Möglichkeiten:
das Einkommen erhöhen,
die Ausgaben senken, also sparen
Einkommen erhöhen
Um das Einkommen zu erhöhen, reicht es allerdings nicht aus, vom Arbeitgeber nur mehr Geld zu fordern. Zunächst einmal, so Schäfer, muss mehr Leistung gebracht werden. Seine Empfehlung:
Freiwillig im Betrieb zusätzliche Aufgaben übernehmen, Überstunden machen, Aufgaben besonders gut erledigen.
Zur eigenen Motivation sollte man ein Erfolgsjournal führen, in dem Lob, Anerkennung und Erfolge eines Arbeitstages eingetragen werden. Dieses Erfolgsjournal wird geführt wie ein Tagebuch. Zweck des Erfolgsjournals ist es, das eigene Selbstbewusstsein zu stärken, sich den Wert der eigenen Arbeit noch einmal vor Augen zu führen.
"Wenn Sie drei Monate Ihr persönliches Erfolgsjournal geführt haben, dann sind Sie geistig besser für das Gespräch mit Ihrem Chef über eine Gehaltserhöhung gerüstet." (Zitat: Bodo Schäfer)
Doch eine Gehaltserhöhung allein reicht nicht aus, um ein Millionenvermögen zu schaffen.
Ausgaben senken
"Die meisten Menschen passen ihren Lebensstandard viel zu schnell ihrem neuen Verdienst an." (Zitat: Bodo Schäfer)
Viel wichtiger, so Schäfer, ist es einen Teil der Gehaltserhöhung konsequent auf ein Extra-Konto einzuzahlen. Ohnehin sollte jeder Arbeitnehmer am Monatsanfang von seinem Einkommen mindestens 10 Prozent zum Sparen zur Seite legen. Die meisten Deutschen machen es umgekehrt. Sie schauen am Monatsende, wieviel Geld noch zum Sparen übrig ist. Oft geht aber alles drauf für Hobbys, Kleidung und teures Essen. Deshalb Bodo Schäfers Tipp:
"Bezahlen Sie das Sparkonto, so wie Sie Miete und Telefon bezahlen !"
Gerade bei den Konsumausgaben der Deutschen sieht Schäfer große Einsparmöglichkeiten. Besonders das Auto, des Deutschen liebstes Spielzeug, führt bei vielen Bürgern zu überhöhten Ausgaben. Ganz anders in den USA: nur 10 % der amerikanischen Millionäre fahren einen Wagen, der mehr als 45.000 Dollar (ca. 80.000 DM) kostet. Bodo Schäfer gibt deshalb als harte Regel aus:
"Sie sollten nie mehr als 2 Brutto-Monatsgehälter für Ihren PKW ausgeben !"
Schulden
Statussymbole, wie ein großer Mercedes, BMW oder Jaguar, gaukeln nur scheinbar Reichtum vor. Fatal wird es, wenn der fahrbare Untersatz auch noch auf Pump gekauft wurde.
Etwa 2 Millionen deutsche Haushalte sind verschuldet. Vor zehn Jahren gehörte Bodo Schäfer selbst noch dazu. Wer in die Verschuldungsspirale gerät, findet oft nicht mehr heraus. Doch Schulden sind nicht gleich Schulden. Schäfer unterscheidet zwischen guten und schlechten Schulden.
Gute Schulden sind Schulden für Investitionen, wie z. B. das Darlehen für ein Haus oder eine Existenzgründung. Durch solche Investitionen kann man langfristig sein Kapital vermehren. Deshalb kann es auch sinnvoll sein, sich für solche Investitionen zu verschulden.
Schlechte Schulden sind dagegen Schulden für Konsum. Wer Konsumschulden macht, der belohnt sich, so Schäfer, schon jetzt für etwas, was er erst später verdient. Wer Konsum-schulden hat, dem rät er:
"Zerschneiden Sie sofort ihre Kreditkarten ! Und sagen Sie nie wieder : Darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an. Wenn Sie Schulden haben, ist jeder Pfennig wichtig."
Mentor / Coach
Die Änderung der Einstellung und die Sorge um das Geld ist das "A und O" für Bodo Schäfer. Doch wer tatsächlich wirklich reich werden will, dem rät der Finanztrainer, sich einen eigenen Coach zu suchen, der in Fragen rund um Karriere und Finanzen zur Seite steht. Dieser Mentor sollte mindestens zehnmal so viel Geld verdienen wie der "Schüler", er sollte also erfolgreich sein im Umgang mit Geld. Der Coach muss nicht aus dem Bekanntenkreis kommen, es kann auch ein fremder Geschäftsmann sein, den sie für seine Leistungen bewundern.
Ein Vorteil des Coachs ist, dass er selbst erfolgreich ist und als reicher Geschäftsmann über viele, wertvolle Kontakte verfügt. Dadurch können sie weitere erfolgreiche Menschen kennenlernen. Und wenn sie sich im Kreis von reichen Menschen bewegen, so Schäfer, werden sie auch selbst reich werden. Langfristig können sie sich ein Netzwerk aufbauen, durch dass sie selbst wiederum erfolgreich geschäftlich agieren.
Wie vermehre ich meinen Reichtum?
Hat man es geschafft, durch Disziplin und eisernen Willen ein Vermögen aufzubauen, stellt sich die nächste Herausforderung - wie lege ich mein Geld richtig an?
Bodo Schäfer geht von einer Rendite von 12 % und mehr aus. Doch solche Traumrenditen lassen sich nur über die Börse realisieren. Aber aufgepasst ! Hohe Rendite heißt auch hohes Risiko. Nur wer dieses hohe Risiko auf sich nimmt, kann es schaffen in nur 7 Jahren Millionär zu werden.
Anlagemöglichkeiten
Für die wachsende Zahl von vermögenden Kunden gibt es in Deutschland immer mehr Vermögensverwalter und Vermögensberater, die mit der Anlage des Geldes fremder Leute selbst viel Geld verdienen. Doch tummeln sich in der Branche auch manche "schwarze Schafe". Das hat auch das Bundesaufsichtsamt für Kreditwesen in Berlin auf den Plan gerufen. Seit Januar 1998 müssen sich die zahlreichen Finanzdienstleister zertifizieren lassen. Vermögensberater, die die staatliche Anerkennung erreichen wollen, müssen ihren Geschäftsbetrieb durch einen Wirtschaftsprüfer untersuchen lassen. Außerdem müssen die Finanzdienstleister nun Mitglied in der EdW (Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen) mit Sitz in Berlin werden. Doch ist ein staatliches Zeugnis natürlich noch keine Gewähr für gute Beratung. Deshalb ist es wichtig, auch die Qualifikation und die "Performance" des Beraters zu untersuchen. Neben einer soliden Ausbildung bei einer Geschäftsbank sollte er auch Referenzen von zufriedenen Kunden vorweisen können.
Um Vermögen strategisch aufzubauen, stehen dem Anleger eine Fülle von Anlageformen zur Verfügung. Grundsätzlich beinhalten alle Anlageformen gewisse Vor- und Nachteile. Sichere Anlagen bieten meist nur eine geringe Rendite, hochrentierliche Anlagen sind dagegen risikoreicher und können großen Kursschwankungen unterliegen. Nachfolgend haben wir die wichtigsten Anlagemöglichkeiten aufgeführt.
1. Sparbuch
Das Sparbuch gilt in Deutschland als Klassiker unter den Geldanlagen. Trotz niedriger Zinsen von etwa 2 % lagern immer noch rund 1,2 Billionen DM auf deutschen Sparbüchern. Der Vorteil des Sparbuchs liegt auf der Hand bzw. unter dem Kopfkissen. Es bietet Sicherheit, der Anleger geht kein Risiko ein und sieht jederzeit "schwarz auf weiß", was er auf der hohen Kante liegen hat. Diese Sicherheit bringt allerdings nur sehr niedrige Zinsen. Doch feilschen lohnt sich. Ab einer Anlagesumme von meistens 3.000,- DM sind auch mal 3 % drin. Ein weiterer Nachteil des Sparbuchs: Die Kündigungsfrist - das gesamte angesparte Vermögen ist somit im Notfall nicht sofort verfügbar.
Fazit:
Durchschnittliche Rendite: 2,0 % - 3,0 %
Vorteile: kein Risiko
Nachteile: schlechte Verzinsung; Kündigungsfrist beachten
2. Bausparvertrag
Den Traum vom eigenen Häuschen haben viele Deutsche. Um den Erwerb von Wohneigentum zu unterstützen fördert der Staat den Abschluss von Bausparverträgen. Etwa 20 Millionen Bundesbürger besitzen einen Bausparvertrag. Insgesamt verwalten die Bausparkassen ein Anlagevolumen von rund 180 Milliarden DM. Der Vorteil des Bausparvertrags liegt in der hohen staatlichen Förderung durch Wohnungsbauprämie in Höhe von 10 % (maximal 100,- DM) und Arbeitnehmersparzulage, die bis zu einer gewissen Einkommensgrenze bezahlt werden (50.000 DM/Jahr bei Ledigen und 100.000 DM/ Jahr bei Verheirateten). Auch kann der Anleger im Falle der Zuteilung des Bausparvertrags von niedrigen Darlehenszinsen für das Bauspardarlehen profitieren. In der aktuellen Niedrigzinsphase ist der Vorteil gegenüber einem normalen Bankkredit allerdings nicht so groß. Der Nachteil des Bausparens ist die niedrige Verzinsung während der Ansparphase. Das angelegte Vermögen wird oftmals nur mir 2,0 - 3,0 % verzinst. Falls der Vertrag aber staatlich gefördert wird, ergibt sich eine wesentlich höhere Rendite.
Fazit:
Durchschnittliche Rendite: 2,0 % - 4,0 %
Vorteile: günstige Bauspardarlehen; staatliche Förderung möglich
Nachteile: niedrige Sparzinsen
3. Lebensversicherung
Die Angst vor einer unsicheren staatlichen Rente treibt zur Zeit immer mehr Anleger in die Arme der Lebensversicherungen. Etwa 1,3 Billionen DM haben die Deutschen momentan in Kapitallebensversicherungen und privaten Rentenversicherungen angelegt. Der Vorteil der Lebens- und Rentenversicherungen lag bislang in den steuerlichen Privilegien, in die die Versicherten kamen. So sind die Auszahlungen ab einer Versicherungslaufzeit von 12 Jahren steuerfrei. Doch das soll sich gemäß dem Gesetzentwurf der Bundesregierung nun ändern. Falls das Gesetz vom Bundestag beschlossen wird (voraussichtlich im Dezember 1999), werden die Rückzahlungen aus Lebensversicherungen, die nach diesem Zeitpunkt abgeschlossen werden, voll besteuert. Deshalb schließen zur Zeit noch viele Deutsche eine Lebensversicherung ab, zumal es eine sichere Geldanlage ist, mit der auch Familien vor dem finanziellen Ruin im Todesfall des Verdienenden bewahrt werden können.
Der Nachteil der Kapitallebensversicherung: Das Geld wird erst nach einer vereinbarten Laufzeit ausbezahlt, die Rendite ist mäßig und liegt im Durchschnitt nur bei 4,5 % bis 6,5 %. Wer seine Lebensversicherung aus finanziellen Engpässen heraus kündigen muss, verliert sehr viel Geld. Wenn er Pech hat liegt der Rückkaufswert der Versicherung sogar unter der Summe der eingezahlten Beiträge.
Bessere Leistungen versprechen einige Direktversicherungen, z. B. Cosmos Direkt, bei denen die Rendite über 7 % liegt. Auch fondsgebundene Lebensversicherungen erwirtschaften meistens einen höheren Ertrag.
Fazit:
Durchschnittliche Rendite: 4,5 % - 7,0 %
Vorteile: Sicherheit; bislang steuerlich bevorzugt
Nachteile: lange Anlagedauer; niedriger Rückkaufswert
4. Festverzinsliche Wertpapiere
Pfandbriefe, Kommunalobligationen und Bundesschatzbriefe sind bei deutschen Anlegern sehr beliebt. Rund 765 Milliarden DM befinden sich in Deutschland in dieser Anlageform. Der Vorteil der Wertpapiere liegt in der garantierten Zinszahlung zu einem exakt festgelegten Zinssatz. Zudem bieten deutsche Papiere eine hundertprozentige Rückzahlungssicherheit.
Nachteil der festverzinslichen Wertpapiere: derzeit liegt die durchschnittliche Rendite nur bei 4,0 % bis 5,5 %. Um höhere Zinsen zu erzielen, muß man längere Laufzeiten der Wertpapiere in Kauf nehmen. Da die festverzinslichen Papiere auch an der Börse gehandelt werden, können die Kurse der Papiere bei einer Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus auch steigen oder fallen. Deshalb ist ein Verkauf der Wertpapiere zwar theoretisch jederzeit möglich, doch könnte der Anleger bei einer ungünstigen Entwicklung der Zinsen eventuell Kursverluste erleiden. Ein vorzeitiger Verkauf von festverzinslichen Wertpapieren birgt also Kursrisiken.
Fazit:
Durchschnittliche Rendite: 4,0 % - 5,5, %
Vorteile: meistens sehr sicher; Kapital sehr schnell verfügbar
Nachteile: evtl. Kursverluste bei Verkauf vor Fälligkeit
5. Aktien
Durch den ersten Börsengang der Deutschen Telekom ist die Aktie als Geldanlage in Deutschland populär geworden. So hat sich die Zahl der Aktionäre in den letzten drei Jahren auf 8 Millionen verdoppelt. Verglichen mit anderen Ländern, z. B. England und USA ist das aber immer noch gering. Fast 500 Milliarden DM haben die Deutschen zur Zeit in Aktien angelegt.
Der Vorteil von Aktien liegt in den sehr hohen Renditen, die sie über einen langen Zeitraum hinweg erwirtschaften. Der Nachteil: Anleger brauchen starke Nerven, da Aktien oft großen Kursschwankungen unterliegen. Fällt der Aktienkurs unter den Einkaufspreis, so müssen Aktionäre oft einen langen Atem beweisen, um langfristig doch noch einen Gewinn herauszuholen.
Fazit:
Durchschnittliche Rendite: 14 % - 17 % (je nach Anlagedauer, d.h. 5 oder 10 J. , Quelle: Deutsches Aktieninstitut)
Vorteile: langfristig höchste Rendite; Geld schnell verfügbar
Nachteile: sehr hohes Risiko; große Kursschwankungen
6.Investmentfonds
Mittlerweile werden in Deutschland rund 2.000 verschiedene Fonds angeboten, in denen die Bundesbürger etwa 570 Milliarden DM angelegt haben. Man unterscheidet Aktienfonds, Rentenfonds und Geldmarktfonds. Investmentfonds bieten eine bequeme Anlagemöglichkeit, um sein Kapital breit zu streuen. Der Vorteil ist, dass man sich als Anleger bereits mit kleinsten Anlagebeträgen von 50-100 DM am Investmenterfolg von Börsenprofis beteiligen kann. Nachteilig sind die teilweise recht hohen Einstiegsgebühren in Form von Ausgabeaufschlägen (meistens 3-5 %), die nur bei einer längerfristigen Anlagestrategie wieder hereingeholt werden können.
Aktienfonds versprechen langfristig sehr attraktive Kursgewinne und teilweise Renditen von 20 % und mehr. Werden die Fondsanteile länger als 1 Jahr (Spekulationsfrist!) gehalten, sind diese Kursgewinne sogar steuerfrei. Der Vorteil bei Aktienfonds ist ebenfalls, dass man aus einer Vielzahl von verschiedenen Branchen- und Länderfonds auswählen kann. Möchte man als Anleger z. B. nur in zukunftsträchtige Telekommunikations- und Internetwerte investieren, so ist dies genauso möglich wie ein Investment nur in asiatische oder lateinamerikanische Aktien. Das Problem dabei: Solche Spezialfonds unterliegen teilweise noch größeren Wertschwankungen als gemischte Aktienfonds und sind daher recht risikoreich.
Nachfolgend haben wir einige Fonds aufgeführt, über die man in Deutschland spricht, und die in Fonds-Rankings von Fachzeitschriften (z. B. Capital) immer wieder Spitzenpositionen belegen.
| Fondstyp |
Vorteile
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Nachteile
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| Templeton Growth Fund |
Weltweit gestreuter Aktienbesitz
hohe, langfristige Spitzenrendite |
Starke Preisschwankungen der Fondsanteile |
| DWS Akkumula |
Renommierter Anbieter (Fonds der Deutschen Bank); langjährig gute Rendite |
Zeitweise schwer nachvollziehbare Streuung des Aktienbesitzes; bankenabhängig |
| OIM Vermögensaufbau-Fonds |
Strikte Qualitätskriterien; sehr kontinuierliche Wertsteigerung |
Rentenwerte bremsen eventuell Anlagechancen und Rendite |
| Templeton Emerging Markets |
Top-Management in Hongkong; beste Möglichkeit Chancen der asiatischen Länder zu nutzen |
Spekulative Anlage; starke Preisschwankungen wegen unsicherer Wirtschaftslage |
| Oppenheim EURO Stoxx 50 |
Blue Chips aus dem Euroland werden komplett nachgebildet |
Beschränkung auf eine Region; keine Währungs-Streuung |
Fazit:
Durchschnittliche Rendite: 8,0 % - 14,0 % (je nach Fondstyp)
Vorteile: professionell gemanagte Fonds; weltweit tätig
Nachteile: teilweise hohe Ausgabeaufschläge; risikoreich
Rentenfonds investieren hauptsächlich in festverzinsliche Wertpapiere aus dem In- und Ausland und ihre
Wertschwankungen fallen dementsprechend geringer aus. Allerdings ist auch nicht so viel Gewinn möglich.
Fazit:
Durchschnittliche Rendite: 4,0 % - 8,0 % (je nach Fondstyp)
Vorteile: Anlage in festverzinslichen Wertpapieren
Nachteile: niedrige Zinsen; Währungsrisiko
Geldmarktfonds legen Ihr Geld hauptsächlich in festverzinslichen Wertpapieren mit einer kurzen Restlaufzeit an. Somit werden Zinsänderungsrisiken weitestgehend ausgeschlossen. Das Risiko eines Kursverlustes ist fast null.
Fazit:
Durchschnittliche Rendite: 2,0 % - 4,0 % (je nach Fondstyp)
Vorteile: Anlage in kurzläufigen Wertpapieren; sicher
Nachteile: sehr niedrige Zinsen
7. Immobilienfonds
Für Anleger, die auf die Wertsteigerung von Immobilien setzen, werden Immobilienfonds immer beliebter. Anstatt sich eine bestimmte Immobilie "ans Bein zu binden", kann der Anleger sein Kapital auf verschiedene Objekte streuen. Der Vorteil von Immobilienfonds liegt im professionellen Management, das eine detaillierte Bewertung der Anlageobjekte vornimmt und sich vor allem auf "pflegeleichten" Immobilienbesitz konzentriert, also Objekte, die keine großen Reparatur- oder Nebenkosten erwarten lassen. Ein weiterer Vorteil des Immobilienfonds ist, dass die Anteile an den Immobilien schnell liquidierbar sind. Dem gegenüber steht eine relativ geringe Ausschüttung.
Immobilienfonds erwirtschaften in der Regel eine durchschnittliche Rendite von 3,5 - 5,5 %. Auch bestehen auf dem gesättigten Immobilienmarkt in Deutschland derzeit kaum Wertsteigerungsphantasien.
Fazit:
Durchschnittliche Rendite: 3,5 % - 5,5 %
Vorteile: pflegeleichter Immobilienbesitz; schnell liquidierbar
Nachteile: geringe Ausschüttung; kaum Wertsteigerungen
Zusammenfassung
Um möglichst rasch ein großes Vermögen aufzubauen, sind etwas risikohaltige Anlageformen zwingend notwendig. Aktienfonds gelten dabei als relativ sichere Anlageform, weil das eingesetzte Kapital durch professionelle Fondsmanager auf verschiedene Aktien verteilt wird. Dadurch fallen Kursschwankungen einzelner Wertpapiere nicht so stark ins Gewicht.
Anlagetips
Nachfolgend haben wir einige Anlagetips aufgeführt. Sie wurden von Joachim Raif, Vermögensverwalter aus Bad Homburg, zusammengestellt. Vielleicht können sie sie für eine ihrer Anlageentscheidungen verwenden.
1. Fall
Ein 55-jähriger Mann bekommt seine Kapitallebensversicherung in Höhe von 80.000,- DM ausbezahlt. Er möchte sich von dem Geld eine gute Altersvorsorge schaffen. Welche Möglichkeiten hat er ?
risikobereit: 10.000 DM Sparbuch; 50.000 DM Aktienfonds; 20.000 DM gemischte Fonds
mittleres Risiko: 10.000 DM Sparbuch; 30.000 DM festverzinsliche Wertpapiere;
30.000 DM Aktienfonds; 10.000 DM gemischte Fonds;
risikoscheu: 10.000 DM Sparbuch; 60.000 DM festverzinsliche Wertpapiere;
10.000 DM gemischte Fonds
2. Fall
Ein 40-jähriger Man hat kein Vermögen, kann monatlich von seinem Gehalt aber 300 DM zum Sparen weglegen.
Wieviel Geld hat er mit 65 Jahren, je nach seiner Anlagebereitschaft?
risikobereit: Templeton Growth Fund (globaler Aktienfonds; 100 % Aktien)
(Durchschnittliche Rendite 14,5 %): ca. 760.000,- DM
mittleres Risiko: OIM Vermögensaufbau-Fonds (50 % Aktien - 50 % Renten)
Durchschnittliche Rendite 10 %): ca. 400.000,- DM
risikoscheu: Templeton Global Income Fund (globaler Rentenfonds; 100 % Renten)
Durchschittliche Rendite 7 %): ca. 240.000,- DM
3. Fall
Ein 25-jähriger Mann kann monatlich 100 DM vom Einkommen zum Sparen anlegen. Wie sollte er anlegen und wieviel Geld hat er nach 15 Jahren ?
risikobereit: Templeton Growth Fund (globaler Aktienfonds; 100 % Aktien)
Durchschnittliche Rendite 14,5 %): ca. 55.000,- DM
mittleres Risiko: OIM Vermögensaufbau-Fonds (50 % Aktien - 50 % Renten) (Durchschnittliche Rendite 10
%): ca. 40.000,- DM
risikoscheu: Templeton Global Income Fund (globaler Rentenfonds; 100 % Renten) Durchschnittliche
Rendite 7 %): ca. 30.000,- DM
Literaturhinweise
"Profi, Tips, Geld"
Friedrich, Wolfgang
Wilhelm Heyne Verlag,
München 1997, 12,90 DM
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"Der Weg zur finanziellen Freiheit"
Schäfer, Bodo
Frankfurt 1999, 39,80 DM
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"Handbuch Rund ums Geld"
Sternberger, Barbara
Stiftung Warentest,
Berlin 1996, 59,- DM
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